Unser Ansatz

Positives Wachstum und Wohlbefinden resultieren aus dem Zusammenspiel biologischer, psychischer und sozialer Faktoren.

Unsere Forschung vereint alle Ebenen, um zu verstehen:

Wie entwickeln sich Güte und Wohlbefinden?
Wie kann man sie früh fördern?
Wie wirken sich Traumata und Krisen aus?

Forschung – interdisziplinär, fundiert und vielfältig

HumanKind setzt diverse Forschungsdesigns, Methoden und statistische Analysen mit verschiedenen Altersgruppen ein.

Forschung und Transfer

Unsere Erkenntnisse werden durch niedrigschwellige Angebote in Praxis, Politik und Öffentlichkeit getragen

Unsere Forschungsthemen

Wir erforschen die seelische Gesundheit, das Wohlbefinden und die positive Entwicklung von Kindern aus verschiedenen disziplinären und methodischen Perspektiven. Ein zentraler Schwerpunkt liegt dabei auf den biologischen, psychologischen und umweltbezogenen Faktoren, die die mentale Gesundheit von Kindern prägen, sowie auf den Mechanismen, durch die diese Einflüsse ihre weitere Entwicklung und ihr zukünftiges Wohlbefinden formen.

Zudem untersuchen wir, wie Kinder eine positive, wachstumsorientierte Haltung entwickeln, die ihnen hilft, Herausforderungen zu bewältigen, und welche Umgebungen diesen Prozess besonders fördern.

Schließlich widmen wir uns der Frage, wie bestehende Präventions- und Interventionsansätze weiterentwickelt und wie positive, fürsorgeorientierte Konzepte wirksam in Förderung, Prävention und Intervention umgesetzt werden können. Unser Ziel ist es, Kinder darin zu unterstützen, ihr volles Potenzial zu entfalten und mit ihren Stärken einen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten.

Bei HumanKind erforschen wir, wie sich Kinder in einer zunehmend digitalen Welt entwickeln, lernen und Beziehungen gestalten. Unsere Forschung untersucht sowohl die Chancen als auch die Herausforderungen, die digitale Technologien für die positive Entwicklung von Kindern, ihre seelische Gesundheit und ihre Lernprozesse mit sich bringen.

Wir analysieren, wie sorgfältig gestaltete digitale Werkzeuge – und die Art und Weise, wie Kinder, Familien und pädagogische Fachkräfte mit ihnen umgehen – Empathie, Kreativität, schulischen Erfolg und Wohlbefinden fördern können.

Mit interdisziplinären Methoden, die Entwicklungswissenschaft, Psychologie, Medizin, Neurowissenschaften, Pädagogik und Technologiegestaltung verbinden, verfolgt HumanKind das Ziel, digitale Innovationen so zu gestalten, dass sie die Entfaltung und das volle Potenzial aller Kinder unterstützen und gleichzeitig mögliche Risiken und negative Folgen der Nutzung verhindern.

Frühe Entwicklung und Bildung legen die Grundlage für lebenslanges Lernen, soziale Teilhabe und Wohlbefinden. Bei HumanKind untersuchen wir Entwicklungsprozesse, die bereits in der frühen Kindheit Lernen und Bildungsgerechtigkeit fördern.

Zudem erforschen wir, wie soziale Strukturen und familiäre Ressourcen die Entwicklungschancen von Geburt an beeinflussen und inwiefern Bildungseinrichtungen bestehende Ungleichheiten entweder verstärken oder verringern – etwa durch Teilhabemuster, die Qualität pädagogischer Interaktionen oder die Einbindung von Eltern.

Forschungsschwerpunkte

zur Vergrößerungsansicht des Bildes: Übersicht Forschungsschwerpunkte

Aktuelle Publikationen

Laufende und abgeschlossene Studien

Charakter.Stärken

Gefördert durch

Via Institute on Character

Laufzeit

Juli 2024 bis Dezember 2025

Ziel

Charakterstärken können dabei helfen, Menschen in ihrer prosozialen Entwicklung zu unterstützen. Derzeit ist wenig darüber bekannt, ob und wie sie die starke Verbindung zwischen Wut und Aggression reduzieren können. Unsere früheren Querschnittstudien zeigen, dass wütende Kinder mit bestimmten Charakterstärken (z. B. einem hohen Maß an Sorge um andere) weniger wahrscheinlich zu Aggressionen neigen. Wir wissen jedoch immer noch sehr wenig über den tatsächlichen Prozess, durch den Charakterstärken durch Wut verursachte Aggression im Alltag junger Menschen modulieren.

Unterstützen bestimmte charakterliche Merkmale Kinder dabei, ihre Wut zu regulieren und zu beseitigen, bevor sie sich in Aggression manifestiert? Oder helfen sie Kindern, ihre Wut auf nicht aggressive Weise zu externalisieren? Die Beantwortung dieser Fragen und ein tieferes Verständnis dafür, ob, wann und wie Charakterstärken durch Wut verursachte Aggression bekämpfen, können dazu beitragen, diese zu verhindern und zu reduzieren.

Teilnehmende

 13- bis 17-Jährige

Ausblick

Wir werden eine kombinierte Querschnitts- und Längsschnittstudie durchführen, um die Zusammenhänge zwischen Wut, Charakterstärken und Aggression zu untersuchen. Diese Arbeit wird direkt zur Entwicklung und Umsetzung neuartiger, maßgeschneiderter Interventionsansätze führen, die darauf abzielen, Aggression bei Kindern und Jugendlichen zu reduzieren und zu verhindern.

Verantwortlich

Dr. Marlon Göring

Dr. Marlon Göring

Wiss. Mitarbeiter

Humboldt Wissenschaftszentrum für Kindesentwicklung (HumanKind)
Haus 2
Jahnallee 59, Raum 010
04109 Leipzig

Telefon: 0341-9731872

LEIPZIGER LANGZEITSTUDIE ÜBER GÜTE BEI KINDERN

Laufzeit

September 2025 – Dezember 2037

Gefördert durch

Alexander-von-Humboldt-Stiftung

Ziel

Die “Leipziger Langzeitstudie über Güte bei Kindern” (kurz “LiebKind”) begleitet Kinder aus Leipzig und dem Leipziger Umfeld von Geburt an bis ins frühe Erwachsenenalter, um mehr über die Ursprünge von Menschlichkeit, Hilfsbereitschaft und Güte herauszufinden.

  • Mit welchen positiven Veranlagungen werden Kinder geboren?
  • Wie erwerben sie Güte und Charakterstärke?
  • Welche Rolle spielen dabei die wichtigsten Bezugspersonen, Gleichaltrige und Personen im Umkreis der Heranwachsenden?
  • Und welchen Einfluss haben Umgebung, Alltag und positive Erfahrungen? 

Auf der Suche nach diesen Antworten kombinieren wir in LiebKind ein entwicklungssensibles Längsschnittdesign mit einer Vielfalt an Methoden (z.B. Interviews, Spiele, Psychophysiologie), Altersgruppen (Geburt, frühe Kindheit und mittlere Kindheit) und Beobachtungszeiträumen (z.B. tägliche und jährliche Befragungen).

zur Vergrößerungsansicht des Bildes:
In LiebKind fokussieren wir nicht auf Defizite, sondern auf positive Faktoren, die Kinder in ihrer Entwicklung stärken.

Teilnehmende

Insgesamt 3000 Familien aus Leipzig und dem Leipziger Umland.

Projektleitung

Dr. Katrin Rothmaler

Dr. Katrin Rothmaler

Wiss. Mitarbeiterin

Humboldt Wissenschaftszentrum für Kindesentwicklung (HumanKind)
Haus 2
Jahnallee 59
04109 Leipzig

Telefon: +49 341 97-31877

Mehr Informationen

www.uni-leipzig.de/liebkind

PÄDAGOGISCHER AGENT FÜR DIE EMOTIONEN VON KINDERN (PeACE)

Gefördert durch

Sächsische Aufbaubank (ko-finanziert von der Europäischen Union)

Laufzeit

Mai 2024 – Oktober 2025

Ziel

Entwicklung und Validierung eines KI-gestützten pädagogischen Konversationsagenten namens „Uku“ zur Durchführung von sozial-emotionalem Training für Kinder im Alter von 3 bis 5 Jahren.

Teilnehmende

3- bis 5-jährige Kinder

Ausblick

Das Projekt zielt darauf ab, das Feld der verantwortungsvollen KI und der Bildungstechnologien voranzubringen. Es soll zu skalierbaren und ethischen Anwendungen von Konversationsagenten in der frühkindlichen Bildung beitragen, indem es kontextbewusste, pädagogisch fundierte und entwicklungsorientierte Unterstützung für die sozial-emotionale Entwicklung von Kindern bereitstellt.

Projektleitung

Ph.D. Tyler Colasante

Ph.D. Tyler Colasante

Stellvertr. Direktor

Humboldt Wissenschaftszentrum für Kindesentwicklung (HumanKind)
Haus 2
Jahnallee 59, Raum 102
04109 Leipzig

Telefon: +49 341 97-31874

„PLAY MY MATH”

Eine digitale Bildlösung, die Musik, Mathematik und sozial-emotionale Entwicklung kombiniert.

Gefördert durch

Sächsische Aufbaubank (kofinanziert von der Europäischen Union)

Laufzeit

Dez 2023 – Mai 2026

Ziel

Die Weiterentwicklung und Validierung der didaktischen und pädagogischen Möglichkeiten einer pädagogischen Technologieplattform namens „Play My Math“, die es Mathematiklehrerinnen und -lehrern ermöglicht, Musik in ihren Unterricht zu integrieren und gleichzeitig ihre sozial-emotionalen Fähigkeiten zu stärken.

Teilnehmende

8- bis 12-jährige Kinder

Ausblick

Das Projekt zielt darauf ab, die multidisziplinäre Natur der mathematischen Musiktheorie zu erweitern, indem sozial-emotionale Techniken integriert werden, um einen ganzheitlichen und innovativen pädagogischen Ansatz im Mathematikunterricht zu verfolgen. Aufbauend auf der digitalen Lernplattform “Play My Math” soll das Projekt die mathematischen, musikalischen und sozial-emotionalen Lernergebnisse der Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Regionen (z. B. Mexiko, Großbritannien, Deutschland, Brasilien, Schweiz, Vietnam und Indonesien) bewerten.

Projektleitung

Ph.D. Tyler Colasante

Ph.D. Tyler Colasante

Stellvertr. Direktor

Humboldt Wissenschaftszentrum für Kindesentwicklung (HumanKind)
Haus 2
Jahnallee 59, Raum 102
04109 Leipzig

Telefon: +49 341 97-31874

Die Interventionsstudie zur Förderung von Mitgefühl, Selbstregulation und Güte

Gefördert durch

Alexander-von-Humboldt-Stiftung

Laufzeit

bis Ende 2027

Ziel

RAISE ist ein gemeinschaftlicher Ansatz für die ganze KiTa, einschließlich der Eltern, Fachkräfte und Kinder. Ziel ist es, ein Umfeld zu schaffen, in dem die Kinder in Mitgefühl, Selbstregulation und Güte wachsen können. Gleichzeitig wollen wir Eltern und Fachkräfte mit fundiertem Hintergrundwissen, wertvollen Anregungen und in der Praxis erprobten Materialien ausstatten, um die Kinder in ihrer positiven Entwicklung zu begleiten. 

Teilnehmende

Kinder im Alter von 3 – 5 Jahren, sowie deren Eltern und pädagogische Fachkräfte in der KiTa.

zur Vergrößerungsansicht des Bildes: Boy with dandelion
"RAISE" kommt aus dem Englischen und bedeutet großziehen im Sinne von fördern, erwecken, und erhöhen.

Ausblick

Die Erfahrungen und Perspektiven der Teilnehmer fließen direkt in die Weiterentwicklung von RAISE ein. Damit wollen wir erreichen, dass RAISE von allen Zielgruppen als alltagsnahe, wirksam und nachhaltig erfahren wird.

Projektleitung

Ph.D. Sina Gibhardt

Ph.D. Sina Gibhardt

Wiss. Mitarbeiterin

Humboldt Wissenschaftszentrum für Kindesentwicklung (HumanKind)
Haus 2
Jahnallee 59
04109 Leipzig

Dr. Marian Simon Schulz

Dr. Marian Simon Schulz

Wiss. Mitarbeiter

Humboldt Wissenschaftszentrum für Kindesentwicklung (HumanKind)
Haus 2
Jahnallee 59
04109 Leipzig

Telefon: +493419731876

Mehr Informationen

www.uni-leipzig.de/raise

STUDIE ZUM SOZIAL-EMOTIONALEN RESSOURCENTEST

Gefördert durch

Alexander-von-Humboldt-Stiftung

Laufzeit

Bis Ende 2026.

Ziel

Der SERT ist ein stärkenorientiertes standardisiertes Instrument zur Erfassung sozial-emotionaler Fähigkeiten bei Kindern und Jugendlichen, das bereits in vielen Ländern eingesetzt wurde. Wir möchten den SERT nun erstmals in Deutschland etablieren und Einblicke in die sozial-emotionalen Stärken und Potentiale von Säuglingen und Kleinkindern (0 bis 3 Jahre) sowie Kindern und Jugendlichen (9 bis 15 Jahre) erhalten. Im Mittelpunkt stehen drei Komponenten der sozial-emotionalen Entwicklung:

  • Emotionsregulation
  • Empathie für andere und
  • Empathie für das Selbst

Teilnehmende

Kinder im Alter von unter 3 Jahren sowie 9- bis 15-Jährige und ihre Eltern bzw. Betreuungspersonen aus Leipzig und Umgebung

Ausblick

Mit dem Einsatz des SERT in Deutschland möchten wir Entwicklungspotenziale und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen besser verstehen. Dieses Wissen soll in politische Entscheidungsprozesse und passgenaue Maßnahmen zur Förderung der sozial-emotionalen Entwicklung aller Kinder in Deutschland einfließen. Darüber hinaus liefern die Ergebnisse eine wertvolle Grundlage für die Weiterentwicklung des SERT, sodass sein Anwendungsbereich schrittweise erweitert werden kann. Ziel ist es, damit langfristig zu einer stärkenorientierten Erfassung sozial-emotionaler Fähigkeiten in Kita und Schule beizutragen.

Verantwortlich

Dr. Tal Orlitsky

Dr. Tal Orlitsky

Wiss. Mitarbeiterin

Humboldt Wissenschaftszentrum für Kindesentwicklung (HumanKind)
Haus 2
Jahnallee 59
04109 Leipzig

Dr. Philipp Berger

Dr. Philipp Berger

Wiss. Mitarbeiter

Humboldt Wissenschaftszentrum für Kindesentwicklung (HumanKind)
Haus 2
Jahnallee 59
04109 Leipzig

Telefon: +49 341 97 31875

SWITCH-STUDIE

Soziales Wohlbefinden im Schulübergang von (zukünftigen) Erstklässlern

Gefördert durch

CHANSE (Collaboration of Humanities and Social Sciences in Europe) und NORFACE (New Opportunities for Research Funding Agency Cooperation in Europe)“ Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit insgesamt 1,5 Mio. Euro 

Laufzeit

Ende März 2025 bis 2028

Ziel

Die Einschulung markiert den frühesten und wichtigsten Wendepunkt in der Kindheit. Dabei bieten sich sowohl Chancen als auch Risiken. Ein reibungsloser Übergang zur Schule hängt nicht nur von den kognitiven Fähigkeiten der Kinder ab, sondern auch von ihren sozial-emotionalen Kompetenzen und ihrem sozialen Umfeld, wie die Beziehungen in der Familie und in weiteren Kontexten. Welche Faktoren in dieser kritischen Phase entscheidend sind, ist bisher noch unzureichend bekannt. Diese Fragen untersuchen wir mit einer Vielfalt an Methoden (z.B., spielerischen Interviews, Online-Fragebögen, und Messungen der Neurosynchronität). 

Da Voraussetzungen und die Umsetzung des Schuleintritts in Europa sehr verschieden sind, untersucht das SWITCH-Projekt die Auswirkungen der Unterschiede der beteiligten Länder: Schweden, Großbritannien, Österreich und Deutschland. 

Teilnehmende

Im Rahmen von fünf groß angelegten repräsentativen Stichproben von Kindern im Vorschulalter in Deutschland, Schweden, Großbritannien und Österreich werden im Zeitraum von Ende September 2025 bis 2027 etwa 1.000 Teilnehmende pro Standort rekrutiert. 

Ausblick

In der Gesamtbewertung soll die Wirkung zwischen sozialen Beziehungen, Wohlbefinden, und einer gesunden Entwicklung sowie der schulischen Fähigkeiten am Ende der ersten Klasse aufgezeigt werden. Auf der Grundlage der Ergebnisse werden den politischen Entscheidungsträgern evidenzbasierte Leitlinien an die Hand gegeben, die konkrete Strategien zur Unterstützung von Wohlbefinden und einer gelungenen Entwicklung während dieses wichtigen Übergangs aufzeigen.

 

Verantwortlich

Dr. Marlon Göring

Dr. Marlon Göring

Wiss. Mitarbeiter

Humboldt Wissenschaftszentrum für Kindesentwicklung (HumanKind)
Haus 2
Jahnallee 59, Raum 010
04109 Leipzig

Telefon: 0341-9731872

Dr. Nele Becker

Dr. Nele Becker

Wiss. Mitarbeiterin

Humboldt Wissenschaftszentrum für Kindesentwicklung (HumanKind)
Haus 2
Jahnallee 59
04109 Leipzig

Telefon: +49 341 97-31872

Mehr Informationen

www.uni-leipzig.de/switch